NEIN

Als es damals passierte,

ich war nicht dabei.

Sie sagten,ich hätte Glück gehabt.

Sie sagten,ich müsse einen wunderbaren Schutzengel haben.

Sie sagten,es sei Schicksal.

Sie sagten,es sei noch nicht meine Zeit gewesen.

War es denn ihre Zeit,

dass sie bereits Abschied nehmen mussten?

Nein.

Jemand hat ihre Uhren vorgestellt.

Ist es Glück,

die Menschen zu verlieren,

die einem am meisten bedeuten?

Nein.

Blanker Hohn,zu sagen,

ich hätte Glück gehabt.

Ich habe einen wunderbaren Schutzengel?

Nein.

Denn er hätte auch sie gerettet.

Weshalb war ich die Einzige?

Warum durfte ich bleiben,

während die anderen gehen mussten?

Wo waren ihre Engel?

Ich habe überlebt.

Aber es hat niemand gefragt.

Ich hätte meinen Engel zurückgewisen

und "nein" gesagt...

 

DER TOD

Er stand neben meinem Bett.

Ich sah ihn nicht,

aber ich erkannte ihn.

Er war ganz nahe,

ich spürte seine Finger,

wie sie über meinen Körper glitten.

Ich fühlte seinen kalten Atem,

wie er mein Gesicht streifte.

Eisigkalt.

Mir war so warm.

Ich wollte aufwachen aus diesem Alptraum,

der kein Traum war.

Ich war wach.

Dies war die Wirklichkeit.

Es war so heiß.

Dann diese Kühle.

Beruhigend.

Ich fühlte seinen Atem

über meine Wangen streichen.

Verharrte ohne jede Regung,

wollte von ihm geküsst werden.

Nichts,dass ich je mehr gewollt habe...

Doch das Fenster sprang auf.

Sauerstoff.

Leben...

 

PORZELLAN

Zerbrechlich,kostbar.

Wie die Liebe.

Halte sie mit beiden Händen fest.

Vorsichtig.

Wenn sie fällt:sie zerbricht.

Scherben

schwimmen in den Tränen,

geweint um die zerbrochene Liebe.

Du kannst versuchen,sie zu kitten.

Das Porzellan ist wieder ganz.

Aber es hat Narben für immer.

 

SYMBOL

Die Rosen.

Du sagtest,

sie stehen für unsere Liebe.                                   

Doch du vergaßt:

Auch Rosen welken.

                                              

 

AUS

Tränen in den Augen.

Gedankenleerer Kopf.

Bauchschmerzen.

Keine Gefühle außer Trauer.

Gänsehaut trotz 30° im Schatten.

Liebeskummer...

 

Letzte Nacht

*es tut mir leid*

Körper,die sich liebten.

Von Sehnsucht verleitet.

Verlangen.

Ich genoss

und liebte es.

Du hast es genossen

und liebtest mich.

Begierde.

Erotik.

Doch es war nur purer Sex.

Dabei nur an ihn gedacht.

Du warst der falsche Mann

im richtigen Körper.

              

VERGANGENHEIT

Du tauchst in meinem Blickfeld auf.

Meine Augen sind leer,

die Blicke schweifen weiter.

Mein Herz ist leer,

deines ebenso.

Geblieben sind nur sentimentale Erinnerungen,

an unsere vergangene Liebe.

 

DIE WAHRHEIT

Ich war so verliebt in ihn,

dass ich die Augen völlig geschlossen habe,

geschlossen vor der Wahrheit,

die ich nicht sehen wollte.

Ich hatte mich in diese Liebe verrannt,

vollkommen reingesteigert.

Ich habe nur die schönen Seiten gesehen,

und nicht gemerkt,dass die schlechten Seiten in dieser Beziehung überwiegten.

Meine Augen habe ich erst wieder geöffnet,

als es schon zu spät war,

als er mich schon zerstört hatte,

völlig ausgelaugt hatte.

Ich sah die Wahrheit,

die so wehtat,

dass ich die Augen gleich wieder geschlossen habe,

um nicht noch mehr grausame Wahrheiten zu erkennen.

 

KAMPF

Stundenlanges Fitnesstraining,

ohne Pause,

fanatisch.

Verbrennt Kalorien,

verbrennt Fett.

Tütenweise Chips,

Schokolade en masse.

Sahnetorte,Risenstücke.

Im Spiegel sieht man nur noch Hass.

Das Wichtigste:

Dein Zeigefinger  -

in deinem Hals.

Die Waage zeigt immer weniger an,

aber du wirst immer fetter.

Ewiger Kampf gegen dich selbst.

 

MASKEN

Tränen,

sie werden zu Eis.

Gestalten,

sie werden zu kaltem Gestein.

Gesichter,

sie bekommen Risse.

Die Fassade bröckelt.

Die steinerne Masse wird weich,

die Tränen tropfen zu Boden,

die Menschen erwachen zu neuem Leben.

Die Masken sind gefallen.

 

SCHLAFLOS

Nachts liege ich schlaflos in meinen Kissen,

wälze mich von einer Seite auf die andere.

Das Satin der Decke kühlt meinen Körper,

mich fröstelt es eh.

Ich greife neben mich,

doch niemand da,der mich wärmt.

Nicht mehr.

Wo bist du?

Heute,wo ich in meiner Einsamkeit versinke?

Ich starre die Decke an.

Immer wieder erscheint dein Name,

immer wieder sehe ich dein Bild vor mir.

Es ist so leer ohne dich.

Ich rolle mich zusammen,

und weine,bis der Schlaf über meine Tränen siegt.

 

VERLANGEN

Seine Hände gleiten wie Federn über meinen Körper.

Sanfte Streicheleinheiten.

Zärtlichkeiten.

Seine Lippen brennen auf meinen.

Loderndes Feuer.

Leidenschaft.

 

VERLETZT

Verletzt durch Worte,

verletzt durch Taten,

verletzt durch Ausdrucksweisen,

verletzt durch Gefühle,

verletzt durch dich.

 

ZART

Leise Hoffnungen auf dich.

Aufgehende Knospen der Liebe.

Der Schnee schmilzt;

Sonne,

wärmende Strahlen des Glücks.

Liebe.

Warmer Sommerregen auf der Haut,

sanft wie deine Zärtlichkeiten.

Junges Glück.

 

                     

 

STERNSCHNUPPEN

*in ewiger Erinnerung*

Scheunenball;

Jugendliche überall.

Gutgelaunt,

Lachen auf den Gesichtern,

strahlen wie der Sonnenschein.

August,ein warmer Tag.

Menschen,die im Gras liegen,

die von der Sonne gekitzelt werden;

laues Lüftchen.

Die Zeit fliegt davon,

flatternde Schmetterlinge.

Tiefblauer Nachthimmel,

Sterne glitzern gleich Diamanten.

Küssendes Paar am Waldesrand.

Einsamer Wanderer auf der Landstraße,

schwarz gekleidet,das Gesicht verhüllt,

aufrechten Schrittes Richtung Scheunenball.

Regentropfen.

Blick zur Uhr:

Es wird Zeit.

Ein Gewitter zieht auf.

Das Paar lacht sich an,

ein letzter Kuss im Mondenschein.

Blitze zucken,Donnergrollen.

Der Spaß ist vorbei.

Vorsichtig rollt der Wagen die Straße entlang,

spiegelt sich in der Nässe.

In der Kurve steht der Schwarze Mann.

Und lacht...

Neben der Kurve steht ein Baum.

Alte dicke Eiche,

wie oft hast du den Tod schon gesehen?

Vor der Eiche heute ein Kreuz;

zwei Namen.

Nie mehr Scheunenball.

 

DIE LEERE IN UNS

Einsam treiben wir auf dem Meer unserer Tränen,

so salzig wie das Tote Meer,

nirgendwo ein Ufer in Sicht.

Unsere Gedanken kreisen

wie die Erde um die Sonne.

In unseren Köpfen entstehen ständig neue Bilder,

Erinnerungen steigen auf,

wie im Kino auf die Leinwand projiziert.

Den Film,wir wollen ihn nicht sehen,

auch wenn er wunderschön ist.

Aber wir kennen das Ende,

und wir wollen uns nicht an das Auto erinnern,

das an diesem einen Tag zu dem Wrack wurde,

in dem ihr gestorben seid.

Wir wollen die Bilder verdrängen,

aber sie kehren immer wieder zu uns zurück.

Wir sind in unserem Schmerz vesunken,

wie in einem tiefen Morast.

Es ist so leer ohne euch,

aber jetzt seid ihr bestimmt gemeinsam an einem Ort,

an dem es nicht solche Schmerzen gibt wie die,

die ihr während eurer letzten Minuten und Sekunden erleben musstet.

Unser Schmerz,unsere Trauer wird nie ganz vergehn,

wir haben euch zwar für immer verloren,

aber wir werden euch nie vergessen.

Und wenn wir in den Himmel schauen,sehen wir:

die Sonne scheint nicht mehr so intensiv wie früher,

denn mit euch hat sie zwei wichtige Strahlen verloren.

                

 

 

TRAURIGKEIT

Sie ist gegenüber.

Ich schaue direkt in ihr Gesicht.

Die Augen sind leergeweint,

rot von den Tränen,

deren unzählige sie vergossen.

Ihr Blick ist leer.

Ich möchte ihre Hand nehmen,

sie trösten.

Sie sieht so traurig aus,

wischt sich die letzten Tränen aus den Augenwinkeln.

Doch als ich über die Wangen streichen will,

ist da nur kaltes Glas.

Ich habe die ganze  Zeit in den Spiegel geguckt.

 

MEIN SONNENSCHEIN

Die Sonne ist die Liebe,

und der Strahl,der auf mich scheint,

das bist du.

Wenn es mir schlecht geht,

wenn ich traurig bin,

scheinst du selbst bis in die hinterste Ecke meiner Seele.

Du gibst soviel Wärme ab,

Wärme,die über meinen Körper streichelt,

Wärme,die über meine Psyche gleitet.

Wärme,die immer vorhanden ist,

wenn du nur da bist,

egal,ob leibhaftig oder in Gedanken.

Licht beruhigt,

Licht entspannt,

und du bist das Licht meines Lebens,

mein immerstrahlender Sonnenschein.

 

DANACH

Die Zeit steht still,

die Nächte wollen nicht vorübergehen.

Jetzt liege ich in meinem Bett,

kann nicht einschlafen.

Doch die Tage ziehen nur so vorbei.

Tage ohne dich.

Jetzt, wo ich dich verloren habe,weiß ich:

Du warst der Hauptgewinn.

 

ALLES,WAS ER SAGTE

Leere Worte,

Versprechungen,die er nie einzuhalten gedachte.

Floskeln,

dahergesagt.

Es passte einfach nur gut.

Nur Lügen,

eine einzige große Lüge...

Nie wirklich zugehört.

Das Gerüst ist zusammengebrochen.

Kommunikation

gibt es nicht mehr.

 

                      

 

LOSLASSEN

*in stillem Gedenken an einen sehr lieben Menschen*

Lieben heißt,

auch loslassen zu können.

Wir hielten deine Hand in unseren Händen.

Wärme,Geborgenheit,Nähe.

Du hast uns geliebt...

Unsere Hände greifen ins Leere.

Du hast dein Leben geliebt.

Du hast losgelassen...

Heißt Lieben wirklich,

auch loslassen zu können...?

 

SHOWBIZ

*für Brina*

Lach,auch wenn du traurig bist.

Die Paparazzi sind schon da.

Fester Terminkalender,

halte deine Termine immer ganz genau ein.

Werde bloß nicht krank,

und auch,wenn du mal keine Lust hast:

nichts anmerken lassen!

Die Presse ist immer da,

verhalte dich stets so,

wie es die Öffentlichkeit von dir erwartet;

vorgefertigtes Bild von dir;

sonst machen dich die Reporter gleich zum

Buhmann der Nation.

Blitzlichtgewitter,

kreischende Fans,

dich überall hinverfolgende Fotografen,

Reporter,für die es keine Tabus gibt,

du hast kein Privatleben mehr,

stehst ständig im Rampenlicht.

Zurückziehen - unmöglich.

Echte Freunde - wenig.

Falsche Freunde - hast du genug.

Familie - kaum noch Zeit;

laut Manager eh nur lästige Anhängsel.

Warum tust du dir das an?

Es ist ein geiles Gefühl,

an der Spitze zu stehen...

 

DAS VAKUUM

Nicht enden wollender Regen.

Salziger Geruch auf meiner Haut,

salziger Geschmack auf meinen Lippen.

Fluss der Tränen.

Dröhnendes Hämmern.

Gedanken - ziehen ihre Kreise.

Nur du...

So warm.

Kopfschmerzen.

Ich friere;

Kälte.

Du bist so nah,

weit entfernt.

In den Raum geworfene Frage:

Was ist nur mit uns passiert?

Keine Antwort.

Die Kette ist zerrissen...

Ich weine immer noch...

 

DU

Du bist mein Stern am Firmament,

du bist mein Sonnenaufgang im Meer,

du bist die Sonne am Horizont,

die langsam untergeht.

Du bist mein Edelstein,

der größte Diamant.

Du bist der Fisch im Wasser,

die Blume im Garten.

Du bist die Schulter,

an die ich mich anlehnen kann.

Du bist die Seele,

die für alles Verständnis hat.

Du bist das größte Glück meines Lebens,

du bist ein Wunsch,

der in Erfüllung gegangen ist.

Du bist der Pfeil,

der sich durch mein Herz gebohrt hat.

Die Liebe meines Lebens,

ich liebe dich!

 

EBENBILD

Ausdruckslose Augen,

ausgetrocknete Lippen.

Fahle Haut,

Blässe,

weiß wie die Wand.

Wacklig auf den Beinen,

schwarzer Blick,

der Kreislauf gibt ständig nach.

Immunsystem im Eimer,

ständig Infekte.

Im Innern nur noch Leere,

kaputte seele,

Selbsthass:

Spiegel der Krankheit.

So sieht sie aus:

Bulimie.

 

ROSE

Rot wie die Liebe,

ein Glanz - wie seine Augen,

wenn du ihn anschaust.

Ein Duft - wie seine Haut.

Doch auch Dornen.

Vorsichtig!

Sonst stichst du dich.

Liebe kann so sehr verletzen.

Und die Rose - vergänglich,

wie auch die meisten Lieben irgendwann verblühen.

 

KÄLTE

Hände,die sich berühren,

werden blau und erstarren.

Gedanken,

aus denen Gefühle vertrieben sind.

Zwei Menschen begegnen sich,

können sich nicht mehr bewegen.

Es gibt keine Wärme mehr.

Alle Herzlichkeit ist aus unserem Dasein entschwunden.

Blicke streifen sich,

voller Hass und Aggressivität.

Wir drehen die Heizung auf,

kuscheln uns in dicke Decken

und bibbern trotzdem.

Es ist Eiszeit.

Zwischen uns.

 

 

copyright @ T.K.;the author

 

 

 

 

 

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